Rückblick: RÖKO 2025 – Relevante Impulse für die Teleradiologie
Der Deutsche Röntgenkongress 2025 in Wiesbaden stand unter dem Motto „Radiologie vernetzt denken“ – ein Leitgedanke, der unsere Arbeit in der Teleradiologie direkt anspricht. Die inhaltlichen Schwerpunkte lagen in diesem Jahr auf der Digitalisierung radiologischer Arbeitsprozesse, dem strukturierten Einsatz künstlicher Intelligenz (KI) sowie auf Fragen zur Zukunft der radiologischen Versorgung in einem hybriden Gesundheitswesen.
Besonders prägend war das Eröffnungspanel unter der Leitung von Prof. Dr. Martin Mack und Prof. Dr. Michael Uder, den diesjährigen DRG-Kongresspräsidenten. Unter dem programmatischen Titel „W.I.R. gestalten – Wissen. Innovation. Radiologie“ wurde die Rolle der Radiologie als gestaltende Disziplin im digitalen Gesundheitssystem deutlich hervorgehoben. Für uns als teleradiologischer Anbieter war dies eine wichtige inhaltliche Bestätigung unseres Weges.
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Künstliche Intelligenz in der Radiologie: Praxisbeispiele, Potenziale und Grenzen
Einen weiteren fachlich relevanten Beitrag lieferte das Team von Fraunhofer MEVIS. Dr. Horst K. Hahn und Bianca Lassen-Schmidt zeigten aktuelle Entwicklungen aus der KI-gestützten Bildanalyse – darunter praxisnahe Anwendungen zur automatisierten Segmentierung und Priorisierung von Bilddaten in der CT-Diagnostik. In mehreren Sessions wurde deutlich, dass KI als Assistenzsystem zunehmend an Bedeutung gewinnt, dabei jedoch stets ärztlich eingebettet bleiben muss.
Internationale Perspektiven auf das Thema kamen durch die Beiträge von Prof. Dr. Umar Mahmood, Präsident der RSNA (USA), sowie Prof. Dr. Regina Beets-Tan vom Netherlands Cancer Institute hinzu. Beide zeigten eindrucksvoll, wie KI-basierte Entscheidungsunterstützungssysteme in der Onkologie bereits klinisch Anwendung finden – bei gleichzeitiger Betonung der ärztlichen Verantwortung im Befundungsprozess.
Aus Sicht der Teleradiologie waren insbesondere drei Themen zentral: Erstens die Entwicklung digitaler Infrastrukturen, die standortübergreifendes Arbeiten ermöglichen. Zweitens der präzise und transparente Einsatz von KI in der Bildverarbeitung. Drittens neue Arbeitsmodelle, die auch unter den Bedingungen von Fachkräftemangel und wachsender Befundlast verlässliche Versorgungsqualität sicherstellen.
Als Aussteller vor Ort war es uns eine Freude, diese Impulse nicht nur mitzunehmen, sondern auch im direkten fachlichen Austausch weiterzuführen. Der RÖKO 2025 hat gezeigt: Die Zukunft der Radiologie wird nicht nur technischer, sondern auch vernetzter – in den Strukturen, im Denken und im Handeln.